Aufmerksamkeits-Ökonomie

Digitale Medien ermöglichen eine schnelle Nachrichtenproduktion und -verbreitung, wodurch du scheinbar immer auf dem neusten Stand bleibst. Informationen gibts also im Überfluss und wir müssen unsere Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Nachrichten aufteilen. Aufmerksamkeit wird dadurch zu einem knappen Gut. 

Die Inhalte, die wir sehen, lesen und hören können sind deswegen darauf ausgelegt, möglichst viel Aufmerksamkeit von uns Nutzer:innen zu generieren, was beispielsweise durch die Emotionalisierung wie Clickbait gelingt. Denn Aufmerksamkeit bringt Reichweite und diese wiederum bringt Umsatz. Dadurch wird auch Verschwörungstheorien und Populismus eine Plattform geboten.

Durch die Nachrichtenmengen, die tagtäglich über uns hereinbrechen, kann Überforderung entstehen. Informationen überschlagen sich, werden nicht vollständig recherchiert oder sogar frei erfunden. Außerdem können bestimmte Nachrichten einfach untergehen, indem sie beispielsweise auf eine Emotionalisierung verzichten und mit der Aufmerksamkeitsökonomie nicht mithalten können.

Eine Strategie der Aufmerksamkeitsökonomie zu entgehen ist ganz einfach die Flucht, indem man vermeiden Nachrichtendienste und soziale Medien meidet. – Aber Flucht muss nicht sein. Es gibt auch Gegenkonzepte wie die Initiative Nachrichtenaufklärung e.V., welche Themen sichtbar machen, die von den Massenmedien vernachlässigt werden. Ein weiteres Gegenkonzept ist der entschleunigte Journalismus. Dieser setzt sich zum Ziel, Themen längerfristig sowie ausgiebig zu recherchieren und auch dann noch darüber zu berichten, wenn die Massenmedien damit schon durch sind.

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