5 Tipps für die Corona-Krise

5 Tipps für die Corona-Krise

Unser Leben ist ziemlich durcheinandergewirbelt in den letzten Wochen. Wir haben für Dich fünf Tipps zusammengestellt, wie Du hoffentlich gut durch diese verrückte Zeit kommst und an welchen Stellen youngcaritas dabei hilfreich sein kann.

1.    Selbstfürsorge

Es ist ok

Leute ehrlich: Das kann unglaublich anstrengend und belastend sein alles! Darum stress Dich nicht mit lauter Selbstoptimierung und guten Vorsätzen, sondern sei nett zu Dir selbst. Falls gerade im Home-Office gar nichts geht, alles viel länger dauert als sonst und Dir die persönlichen Kontakte fehlen: Traurig sein ist voll ok!

Unsere Österreichischen Kolleg*innen haben das in einer schönen Grafik zusammengefasst.

Hilfe annehmen!

Prüfe als erstes, ob Du Hilfe und Unterstützung in dieser Phase brauchst.
Es gibt die Online-Beratung der Caritas, falls Du zum Beispiel Geldsorgen hast,
es gibt die Telefonseelsorge, falls Du mal jemandem Fremden erzählen willst, was Dir auf der Seele liegt und es gibt die Mailberatung [U25], falls Du Suizidgedanken hast.

Sich bei Laune halten

Überlege Dir als zweites wie Du Dich beschäftigen und aufmuntern kannst. Wir von youngcaritas können dazu unseren Upcycling-DIY-Blog beisteuern, auf dem Du auch Tipps für ein Osterkörbchen und Oster-Deko findest. Auf unseren Social Media Kanälen haben wir eine #Stayathome-Challenge gestartet und auf TikTok und Instagram tanzen wir #SocialDisdancing – mach gern mit!

Solltest Du Energie übrig haben, sind die weiteren vier Tipps etwas für Dich:

2.    Sorge für Menschen in Deiner Nähe

Vermutlich bist Du schon längst dabei, Dich regelmäßig bei älteren Verwandten und Bekannten zu melden, die zum Teil gar nicht mehr vor die Tür kommen und auch nicht besucht werden dürfen. Digitale Möglichkeiten des Kontaktes sind jetzt wichtiger denn je, doch leider kann man aus der Ferne jetzt umso schlechter helfen, wenn es technische Probleme gibt.

Digitale Teilhabe

Einstieg in das Smartphone

Wir haben unter der Überschrift „Digitale Teilhabe“ zum einen unsere neue Broschüre „Einstieg in das Smartphone – eine Anleitung“ veröffentlicht, die sehr hilfreich die Basics erklärt. Im Moment ist sie dort als pdf verfügbar, demnächst wird es sie auch gedruckt geben. Vorerst kannst Du vielleicht die relevanten Seiten ausgedruckt den Hilfesuchenden in den Briefkasten werfen oder je nachdem per Mail schicken. Wir haben auch eine Anleitung erstellt, wie Du Leuten, die Dich wegen Problemen auf dem Smartphone um Hilfe bitten, direkt auf ihrem Smartphone helfen kannst: Indem Du Dich auf das Smartphone mit Teamviewer aufschaltest – zur Anleitung geht es hier.

Hilfe in Deiner Nachbarschaft

Vielen Leuten fällt es schwer um Hilfe zu bitten – vielleicht hilft es, wenn Du Deine Hilfe anbietest. Um zum Beispiel für die Nachbarn in Deinem Haus einen Aushang im Treppenhaus zu machen, findest Du hier eine Vorlage.

3.    Hilfe von zuhause

Engagement ist auch von zu Hause aus möglich.

Briefe gegen Einsamkeit

#digitaleBrieftaube

Du kannst Menschen, die in Senioreneinrichtungen leben oder von der ambulanten Pflege betreut werden, eine Freude machen, indem Du ihnen eine Postkarte oder einen kleinen Brief schreibst. Bereits an 20 Orten sammelt youngcaritas die Briefe entweder auf Papier oder Digital und gibt sie an die Senior*innen weiter.
Welche youngcaritas mitmacht, erfährst Du hier.

Mund-Nase-Masken nähen

Schutzausrüstung ist knapp – schlimm für medizinisches Personal und Mitarbeiter*innen in Einrichtungen! Selbst genähte Masken bieten nur einen eingeschränkten Schutz, sind aber immer besser als gar kein Schutz. Du kannst Gesichtsmasken bei verschiedenen Projekten spenden und auch selbst eine tragen, zum Beispiel beim Einkaufen, um andere zu schützen.
Zur Näh-Anleitung der Mund-Nase-Masken geht es hier.

4.    Hilfe draußen

Auch wenn #stayathome das Gebot der Stunde ist, braucht es Menschen, die weiterhin den Laden am Laufen halten. Solltest Du nicht in einem sog. „systemrelevanten Beruf“ arbeiten (DANKE an alle die das tun!), sondern Zeit übrig haben und Dich gesund fühlen, wirst Du an folgenden Stellen gebraucht:

Einkaufhilfe und Aufmunterung

Einkaufen gehen, die Hunde Gassi führen oder Botengänge machen – an 15 Orten koordiniert youngcaritas Hilfen vor Ort, inzwischen gibt es an fast allen Orten koordinierte Hilfe, sei es auf Facebook, nebenan.de, von Vereinen, in der Gemeinde usw.
Musik, Hofkonzerte oder Jonglage bieten für Menschen in Einrichtungen Abwechslung und machen Freude!
Welche youngcaritas welche Aktionen gestartet, erfährst Du hier.

Einspringen für Senior*innen

In manchen Bereichen fallen viele der bisherigen Engagierten weg, weil sie aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehören, in vielen Bereichen sind Jüngere bereits eingesprungen, zum Beispiel in den Tafelläden, bei der Wohnungslosenhilfe, Bahnhofsmission usw.

Wenn Du helfen willst:
Schau unter youngcaritas.de/lokalisiert nach Deiner youngcaritas und frag wie Du helfen kannst.
Sollte es bei Dir noch keine youngcaritas geben, findest Du Übersicht der Caritasverbände.

5.    Was sonst noch wichtig ist

Sich informieren und Fake News stoppen

So segensreich das Internet im Moment ist, so sehr zeigen sich gerade auch die Schattenseiten. Unter dem Stichwort „Corona-Schwindel“ kursieren gerade wilde Theorien.
Checke auf www.mimikama.at und ähnlichen Seiten Meldungen, bevor Du sie teilst und weiter leitest. Schreite ein, wenn Stimmung gemacht wird. Interessanterweise stammen viele dieser Meldungen von Portalen, die auch bekannt dafür sind, rassistische Beiträge in Umlauf zu bringen.

Corona weltweit

Corona ist eine weltweite Krise. Auf der Seite von Caritas international findest Du Berichte über die Situation in anderen Ländern.
Besonders schlimm ist die Lage gerade für die Geflüchteten auf den griechischen Inseln. Unter dem Stichwort #leavenoonebehind kannst Du auf der Seite der Seebrücke politisch aktiv werden.

Die Welt nach Corona

Irrwitziger Weise hilft die eine Krise – Corona – zumindest in manchen Aspekten kurzzeitig gegen die noch viel größere Krise, den Klima-Wandel. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die Welt danach einfach wieder zur Tagesordnung übergeht und ökologisch weiter macht wie bisher – es gilt frühzeitig wachsam zu sein. Als kleine Inspiration haben wir eine Videoreihe gestartet, bei der wir Leute fragen, wie es ihnen gelungen ist, ihr persönliches Verhalten nachhaltig (und auch ohne externe Anlässe wie die Corona-Krise) zu ändern. Hier geht es zum ersten Video-Beitrag.

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