Wo wir zusammenHALT sehen – oder nicht

Wo wir zusammenHALT sehen – oder nicht

Was fotografieren junge Menschen unter dem Stichwort „Zusammenhalt“ in ihrem Umfeld? youngcaritas-FSJlerin Eva Bickar hat die Fotos der wir.jetzt.hier-Bustour ausgewertet und zeigt Euch hier die besten Bilder.

Im September und Oktober 2018 waren wir von youngcaritas Deutschland zusammen mit der „Initiative der Caritas für den gesellschaftlichen Zusammenhalt!“ in Deutschland unterwegs  unter dem Motto „Lass mal zusammenHALT machen!“.

In den Wochen, in denen wir mit dem Aktionsbus „on the road“ waren, haben wir viele Menschen getroffen: Kinder, Jugendliche, Rentner, Engagierte, ….
Mit diesen Menschen haben wir uns immer über das Thema Zusammenhalt ausgetauscht. Wie ihr vermuten könnt, waren die Meinungen ziemlich unterschiedlich, aber sie variieirten nicht unbedingt  nach Alter, sondern mehr nach der Persönlichkeit der Leute.
An den Orten haben wir Kinder und Jugendliche gebeten, Fotos von Orten, Gegenständen usw. zu machen, die eine Form des Zusammenhaltes für sie darstellen. Vorher haben wir mit ihnen über Thesen zum Zusammenhalt diskutiert, die ihr hier nachschauen könnt.

Diese Fotos wurden anschließend präsentiert und konnten in einer Ausstellung angeschaut werden.

Fotos vom Zusammenhalt – aus der Sicht junger Menschen

Ich habe für Euch eine Auswahl von Bildern zusammengestellt, die von den Jugendlichen gemacht wurden:

Viele sehen Zusammenhalt als Bestandteil einer guten Freundschaft, Zusammenhalt ist auch wenn man mit anderen Spaß hat. z.B. beim Spielen auf einem Spielplatz. (Fotos: Spielplatz-Arnsberg, Fußball-Kelsterbach, Spielplatz-Peine, Spielplatz-Frankfurt)

Viele Kinder haben Fotos von der Polizei gemacht. Wir hatten vorher mit ihnen diskutiert, ob die Polizei für sie ein „Freund und Helfer“ ist und was das mit Zusammenhalt zu tun hat. Ihnen ist dabei aufgefallen, dass sie darauf vertrauen, dass die Polizeit für sie da ist, falls sie sie brauchen sollten. (Die Polizei)

Die Post ist auch eine wichtige Dienstleistung. Dass wir Nachrichten und Geschenke unserer Liebsten direkt an die Haustür bekommen, macht für manche der Jugendlichen Zusammenhalt aus. (Die PostbotInnen)

Erstaunlicherweise haben die Jugendlichen an fast allen Orten die Kirche fotografiert als Ort des Zusammenhaltes und der inneren Ruhe. (Die Kirche-Arnsberg, Wandmalerei in einer Kirche-Kelsterbach, Gesangsbücher-Konstanz)

Das Rathaus als wichtiger Teil einer Stadt wurde auch oft fotografiert. (Rathaus-Augsburg)

Baustellen sind auch ein Symbol vom Zusammenhalt, da die Bauarbeiter sich teamfähig zeigen müssen und dabei zusammen halten. (Baustelle-Kelsterbach)

Aber es wurden nicht nur Aspekte des Zusammenhaltes aufgehoben sondern auch Momente im Leben wo kein Zusammenhalt vorhanden ist.

Wo Zusammenhalt fehlt

Es gab Bilder von Zäunen als Symol dafür, um sich von Anderen abzugrenzen, ein Schutz vor dem Unbekannten, vor „Gefahr“. (Zaun-Peine)

Die Jugendlichen haben viel Müll fotografiert, der auf der Straße oder in der Natur lag. (Müll-Hamm, Müll-Konstanz)

Das Bild mit den Motorrädern ist eine gute Veranschaulichung der Ausgrenzung, das Gegenteil von Zusammenhalt. Die Cross-Motorräder parken alle links, weiter rechts steht ein Mofa. Ein großer Abstand trennt die beiden Fahrzeugtypen. Dieses Bild symbolisiert, wie Menschen sich voneinander abgrenzen bzw. einzelne aus der Gruppe ausgegrenzt werden. (Ausgrenzung auch unter Motorrädern?)

Etliche Graffiti wurden fotografiert. Zum Teil sprühten Leute den Namen ihrer Stadt oder ihres Viertels an die Wand, andere tagten eine Gruppe oder ihren Namen. („Eintracht Frankfurt“, Graffitti-Gallusviertel Frankfurt, „Nie wieder Faschismus“-Augsburg) Die Straße ist auch ein Ort, um sich zu zeigen und seine Meinung zu verbreiten und vertreten.

Eva Bickar
FSJlerin
youngcaritas Deutschland

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